Das Public Shelter in Târgu Jiu – offiziell ein städtisches Tierheim – ist in Wahrheit ein Ort, der in Tierschutzkreisen seit Jahren für Entsetzen sorgt.
Denn was dort geschieht, hat mit einem sicheren Zufluchtsort für Tiere nichts zu tun. Es ist eine Tötungsstation. Hunde, die innerhalb von nur 14 Tagen keine Adoption finden, verlieren ihr Leben. Ohne Schutz, ohne Rückzugsort, ohne das Nötigste – viele von ihnen müssen ohne Hundehütte und unter schlechten Bedingungen ausharren und werden lediglich mit minderwertigem Futter versorgt.
Immer wieder versuchen wir, so viele Hunde wie möglich aus diesem System zu retten – oder mit Hilfe anderer Vereine in Sicherheit zu bringen.
Doch nach über 13 Jahren unermüdlicher Hilfe stoßen wir an unsere Grenzen. Unser Tierheim ist längst überfüllt. 99 % unserer rund 1.000 Hunde stammen aus den Tötungsstationen im Landkreis Gorj.
So schwer es uns fällt: Aktuell können wir keine weiteren Hunde mehr aufnehmen.
Aber wir lassen sie nicht allein – und unterstützen weiterhin, wo wir können, bei Vermittlungen und Rettungen.

15.05.26
Viele der Hunde sind neugierig und kommen auf einen zu.
Gestern, Dienstag 12.05.2026
Uns wurde der Zutritt ins Adapostul Targu Jiu verwehrt.
Die Hunde waren bereits seit Tagen unversorgt.
Wir haben die Polizei gerufen.
Die Polizei war vor Ort und hat die Situation aufgenommen.
Die Tierschutz-Polizei war heute nicht „erreichbar“.
Die Arbeiter versorgen jetzt die Hunde.
Für heute haben die Betreiber der Tötungsstation kurzerhand einen medizinischen Tag ausgehängt, so dass ich nicht rein konnte 😵💫
Die Polizei schreibt allerdings dieses Mal einen Bericht und sollte uns morgen der Zutritt abermals verwehrt werden wird die Polizei Massnahmen ergreifen.
Schauen wir mal, was der morgige Tag bringt.
Die Willkür der Behörden ist nicht mehr zu verstehen. Aufgrund der heutigen Beschwerde gegen das Adapostul Targu Jiu wurde die Kastrationskampagne unseres Partnervereins regelrecht überfallen durch Inspektoren.
Wir werden uns nicht einschüchtern lassen.
Deutsche Version:
‼️Wen stört es, dass wir versuchen, Leid zu verhindern?‼️
Wer hat ein Interesse daran, diese kostenlosen Kastrationskampagnen zu stoppen?!
Während heute im öffentlichen Shelter von Târgu Jiu ein echter Skandal ausbrach, nachdem Mitarbeiter sich weigerten, die Tiere weiter zu füttern und ausstehende Löhne als Grund nannten – eine Situation, die schließlich sogar den Einsatz der Gendarmerie und zahlreiche Beschwerden bei den zuständigen Behörden nach sich zog – waren wir viele Kilometer entfernt in Bâlteni und taten das, was wir immer tun: der Gemeinschaft helfen.
Heute haben wir erneut eine kostenlose Kastrationskampagne durchgeführt, mit dem Ziel, Tierleid, Aussetzungen und unkontrollierte Vermehrung zu verhindern.
Doch leider geraten inzwischen sogar solche Hilfsaktionen unter Druck und werden infrage gestellt. Am Ende der heutigen Aktion kam es offenbar aufgrund einer Beschwerde zu unangekündigten Kontrollen durch das Veterinärkollegium Gorj sowie die DSVSA Gorj. Dabei wurden Vorwürfe gegen die Art und Weise unserer Arbeit erhoben – obwohl unser einziges Ziel darin besteht, die Zahl der Tiere zu reduzieren, die später ausgesetzt werden oder in Sheltern landen.
Nach solchen Einsätzen kommen wir erschöpft zurück. Wir arbeiten stundenlang, tragen Stress, Druck und emotionale Belastung – nur damit weniger Hunde und Katzen hungrig auf der Straße enden oder zu einem Leben im Shelter verurteilt werden.
Je mehr kastriert wird, desto weniger Tiere werden ausgesetzt.
Und genau das sollte im Interesse aller sein.
In den Kommentaren seht ihr nur einen kleinen Teil der Tiere, denen geholfen werden konnte – Tiere, die ohne uns niemals Zugang zu tierärztlicher Versorgung hätten.
Wir machen weiter.
Für die Tiere. Für die Menschen, die verstehen. Und für die Gemeinschaften, die wirklich Hilfe brauchen.


